Kleiderbügel bringen Ordnung in den Schrank

Kleiderbügel bringen Ordnung in den Schrank Der Kleiderbügel – wir alle kennen ihn. Wir alle nutzen ihn. Könnten Sie sich vorstellen, vollkommen ohne einen Kleiderbügel auszukommen? Nein, das ist auch unvorstellbar. Selbst wenn nur die Tagesjacke zum Auslüften oder Abtrocknen aufgehängt werden müsste, ist es der Kleiderbügel, mit dem dies problemlos durchgeführt werden kann. Doch hat sich einmal jemand die Frage gestellt, was eigentlich einen guten Kleiderbügel ausmacht? Denn eines ist sicher: Nur die wenigsten von uns wissen, wann die Kleiderbügel überhaupt entstanden sind bzw. aus welchen Gründen sie entworfen wurden. Wenn wir dies wissen und uns zudem ein Bild der heute genutzten Modelle machen können, wissen wir vielleicht endlich, welcher Bügel für welches Kleidungsstück tatsächlich geeignet ist.

Die Entstehung

Schauen wir uns die Geschichte des Kleiderbügels an, müssen wir recht weit zurückgehen. Wir gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück und befinden uns in Mitteleuropa. Das Militär hat einen hohen Stellenwert. Insbesondere die hohen Dienstgrade mussten also gut aussehen, zu jedem Zeitpunkt. Der Kleiderbügel wurde also „erfunden“, um die Uniformen knitterfrei zu lagern / aufzuhängen. Die ersten Modelle bestanden ausschließlich aus Ästen und Stöckern, die an den beiden Enden aufwärts gebogen waren. Richtig – aufwärts. Denn sie waren dafür vorgesehen, die Epauletten der Uniform, die für sich bereits ein großes Gewicht darstellten, zu stützen. Im weiteren schauten sich die Adligen die Nutzungsweise der Kleiderbügel ab. Sie wollten ihre Kleidung ebenfalls so frei wie möglich aufhängen können. Sicherlich, bei ihnen ging es nicht ausschließlich um die schweren Epauletten. Doch auch ihre Bekleidung war schwer und üppig, sodass auch diese Kleiderbügel ein enormes Gewicht zu tragen hatten. Somit waren diese ersten Modelle noch relativ massiv. Im Laufe der Zeit haben sie sich mit der Mode zusammen entwickelt. Allerdings war der Kleiderbügel bis ins 18. Jahrhundert ein Privileg des Adels. Erst als der Hochkragen auch das „gemeine“ Volk erreichte, wurde der Kleiderbügel auch für den einfachen Mann interessant. Bis dahin begnügte man sich mit dem Kleiderhaken an der Wand. Besonders interessant ist die Art des Verwahrens auf dem Kleiderbügel. Je höher die Räume, desto eher neigte man dazu, die Kleidung auf dem Kleiderbügel an Haken an der Decke zu hängen. Dies erfolgte mit Hilfe eines langen Stabes. Dort war die Kleidung knitterfrei aufgehängt, sicher vor Nagern und anderem Ungeziefer und konnte bei schlechtem Wetter dort problemlos austrocknen. Sie sehen, der Kleiderbügel ist eigentlich ein sehr vielseitig einsetzbares Utensil, auf das heute kaum noch jemand verzichten möchte.

Die heutigen Bügel

Wer glaubt, dass es heute nur einen einzigen Bügel für einfach alles gibt, der irrt. Denn wir sehen uns nicht nur unterschiedlichen Materialien zur Herstellung von Kleiderbügeln gegenüber, sondern auch verschiedenen Ausformungen für verschiedenartige Kleidungsstücke bzw. Zwecke.
  1. Der Metallbügel: Diese dünnen Bügel, die nur aus einem dünnen Stahldraht bestehen, kennen wir vermutlich hauptsächlich aus der Reinigung. Dort werden sie überwiegend genutzt, können aber selbstverständlich auch zu Hause weiterhin Verwendung finden.
  2. Der Kunststoffbügel: Es gibt ihn mit Metallhaken, aber auch in einem Stück gegossen mit Kunststoffhaken. Er ist sehr weit verbreitet, denn er kann in großer Zahl zu extrem günstigen Preisen hergestellt werden. Auch die Kaufhäuser nutzen ihn. Bei Kunststoff gibt es leider aber das Problem, dass nicht alle Modelle solide ausgegossen werden. Sie sind recht dünn, was dazu führt, dass sie recht schnell kaputtgehen. Schade, denn sie sorgen für viel Plastikmüll, der irgendwo fachgerecht entsorgt werden muss. Leider kann man sich den Kunststoff-Kleiderbügel nicht mehr wegdenken. Man muss auch sagen, dass er natürlich sehr praktisch ist, da es sehr einfach ist, die unterschiedlichen Formen des Kleiderbügels mit ihm zu pressen bzw. zu gießen. Zu diesem Zweck wird die Fertigungsmaschine einmal eingestellt und schon spukt sie, zack zack zack, einen nach dem anderen aus. Einfacher geht Produktion nicht.
  3. Der Kleiderbügel aus Holz mit einem Metallhaken, der Klassiker: Richtig, hierbei handelt es sich um den Klassiker, der eine sehr lange Lebensdauer besitzt und noch dazu sehr nachhaltig produziert wird. Auch er kann in unterschiedlichen Größen und Formen problemlos hergestellt werden. Nur ist er halt vom Material her teurer als das Kunststoff- oder Metallmodell, wodurch er, je nach Ausführung, eben teurer oder sogar viel teurer ist. Aber dafür hält er bei guter Behandlung ein Leben lang. Das ist doch auch etwas wert. Es lohnt sich also, den höheren Preis zu bezahlen und nachhaltig gekauft zu haben.

Die Alternative – kein Kleiderbügel?

Wir wollen ehrlich sein: Es gibt Kleidungsstücke, die wir auf einen Bügel hängen, die auch im Board verstaut werden könnten. Hierzu gehören unter anderem Jeanshosen, T-Shirts, Sweat-Shirts und -Jacken. Sie alle können auch leicht und ebenso schnell zusammengelegt und auf dem Board untergebracht werden, ohne dass sie knittern oder man es ihnen auf andere Weise ansehen würde, dass sie nicht auf dem Bügel hingen. Allerdings gibt es auch Kleidungsstücke wie hochwertige Anzüge, Blusen, Hemden und natürlich Winterjacken, die man nicht einfach ins Board legen möchte. Aber auch dies wäre theoretisch kein Faux pas. Wir sind die Kleiderbügel halt mittlerweile gewöhnt und möchte sie einfach nicht mehr missen. Daher kann man nur anraten, auf die Qualität und Nachhaltigkeit der Holzbügel zu setzen, wenn das Budget es erlaubt. Dann hat man einmal einen größeren Betrag zahlen müssen und ist trotzdem für den Rest seines Lebens mit Kleiderbügeln versorgt. Eigentlich eine gute Idee, nicht wahr?